Mall of America

Am 11. August 1192 öffnete die Mall of America ihre Pforten zum ersten Mal. In Bloomington, Minnesota, zwischen Minneapolis und St. Paul gelegen, begann damals alles mit 330 Geschäften. Erstmalig konnte man die vier
bekannten Kaufhäuser Bloomingdale‘ s, Macy‘ s, Nordstrom und Sears unter einem Dach finden.
Und da in Amerika ja alles bekanntlich etwas größer ist, erstreckt sich der Komplex heute über eine Fläche von ca. 390.000 m². Die Mall of America beinhaltet mittlerweile über 520 Geschäfte, 60 Restaurants, 7 Nachtclubs und eine hauseigene Achterbahn.

Wir Europäer erliegen da schnell der Illusion, die Mall of Amerika sein „nur“ ein Einkaufsparadies. Aber falsch gedacht! Die Mall ist regelmäßig Veranstaltungsort für große Events wie Konzerte, Filmpremieren, Buchvorstellungen oder Fernsehshows. Auch Modenschauen, Wohltätigkeitsveranstaltungen und Sportereignisse finden hier statt. Klar, dass die Prominenz da nicht lange auf sich warten lässt: Da gibt es Konzerte von Mariah Carey, Anastacia, Avril Lavigne und Britney Spears. Keine geringeren als Arnold Schwarzenegger, The Rock, Jamie Lee Curtis, Monica Seles, Anna Kournikova und Hillary Clinton finden sich hier ein, um Autogramme zu geben oder Bücher zu signieren. Aber auch für die ganz Kleinen wird etwas geboten: Ihre TV-Lieblinge „Der Bär im großen blauen Haus“ und „Bob der Baumeister“ veranstalten hier hin und wieder lustige Shows.
Sollte während eines Besuchs der Mall leider keine besondere Veranstaltung stattfinden, kann immer noch auf den hauseigenen Entertainment-Komplex zurückgegriffen werden.
Da wäre zum einen das „Camp Snoopy“, der größte amerikanische Indoor Familienthemenpark mit Achterbahn und über 30 weiteren Attraktionen.
Im „Underwater Adventure“ kann man über 4.500 Meeresbewohner beobachten und zum Teil auch anfassen. Der Discovery Channel kürte den Park sogar zum Best Shark Encounter, also dem besten Platz, um Haie ganz nah zu erleben.

Freunde des Motorsports können im „NASCAR Silicon Motor Speedway“ in Simulatoren mit mehr als 300 km/h über die Strecke jagen.
Auf kleine Besucher wartet das „LEGO Imagination Center“, wo nach Herzenslust mit den kleinen bunten Steinen gebaut werden kann.

In „Jillian’ s Hi-Life Lanes“ findet man alles für eine typisch amerikanische Partie Bowling.

Für das gänzlich unvergessliche Erlebnis gibt es die „Chapel of Love“, die hauseigene Kapelle, in der schon über 4000 Paare in eine Zukunft zu Zweit starteten. A propos Zukunft: Wer sich als Ortsansässiger seinen Weg in eben diese ebnen möchte, hat die Möglichkeit, die National American University, quasi den Campus der Mall of Amerika, zu besuchen.

Für das leibliche Wohl seien dem Besucher vier Restaurants der etwas anderen Art ans Herz gelegt:

Bei der „Bubba Gump Shrimp Company“ können Gäste ihr Essen in einer Forrest Gump-Umgebung zu sich zu nehmen. Filmplakate und Fotos erinnern an Tom Hanks’ großartige Rolle. Da kann man nur hoffen, dass es sich mit der Speisekarte nicht wie mit der Schachtel Pralinen verhält…
Freunden der exotischen Küche sei „Kokomo’s Island Café“ empfohlen: Hier gibt es Wasserfälle, eine Tiki-Bar mit passender Musik und jede Menge paradiesische Blumen.

Wer es noch etwas natürlicher im wahrsten Sinne des Wortes mag, sollte dem „Rainbow Forrest Café“ einen Besuch abstatten. Hier gibt es das ultimative Urwald-Feeling samt Pflanzen, Nebel, Gewitter und Sternenhimmel.